Winny

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Beschreibung

Winny (alias WinNY) ist ein japanisches Peer-to-Peer (P2P) Tauschbörsen-Programm das behauptet, durch die Design-Prinzipien hinter dem Freenet-Netz inspiriert worden zu sein und Benutzeridentitäten anonym zu halten. Während Freenet in Java implementiert wurde, wurde Winny als Windows C++-Anwendung implementiert.

Der Name der Software leitet sich von WinMX ab, indem M und X um einen Buchstaben im lateinischen Alphabet zu N und Y angehoben werden. Im September 2003 gab es 250.000 Benutzer des Programms entsprechend der Association of Copyright for Computer Software in Tokyo. Laut P2Pnet ist es das populärste Tauschprogramm in Japan, mit WinMX auf dem zweiten Platz.

Die Software wurde von Isamu Kaneko entwickelt, welcher Forschungsassistent in Masterstudiengängen über Technische Informatik an der Universität Tokio in Japan ist. Er war auch Forscher am Japan Atomic Energy Research Institute. Kaneko hatte ursprünglich seine Absicht, Winny zu entwickeln, auf dem „Download Software“-Board des populären japanischen Forums 2channel bekannt gegeben. Da 2channel-Nutzer oft auf anonyme Nutzer durch deren Nummer ihres Postings verweisen, wurde Kaneko als 47-shi (jap. 47氏, dt. „Herr 47“) bekannt, oder einfach nur als "47".

Am 28. November 2003 wurden zwei Nutzer von Winny, Yoshihiro Inoue1, ein 41 jähriger selbstständiger Geschäftsmann aus Takasaki, Präfektur Gunma, und ein 19 Jahre alter arbeitsloser Mann aus Matsuyama, von der Kyotoer Polizei verhaftet. Sie wurden beschuldigt, urheberrechtlich geschütztes Material via Winny verteilt zu haben und gestanden ihre Taten. Bald nach den Verhaftungen dieser beiden Nutzer wurde die Wohnung von Kaneko durchsucht und der Winny Quellcode von der Kyotoer Polizei beschlagnahmt. Kaneko wurde unter dem "Verdacht auf Verschwörung mit dem Ziel, Copyright-Verletzungen zu begehen" verhaftet.

Kanekos Verhaftung löste einen Aufruhr in Internet Communities einschließlich 2channel aus, die Verhaftung wurde als ungerechtfertigt bezeichnet. Eine Website, die extra dafür geschrieben wurde Geld für seine Verteidigung zu sammeln, hat Spendeneingänge von über 11 Millionen Yen (um die 78.500 Euro) in nur zwei Wochen verzeichnen können.

Kaneko wurde am 1. Juni 2004 gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt. Die Gerichtsanhörung startete im September 2004 am Kyotoer Bezirksgericht.

Am 13. Dezember 2006 wurde Kaneko wegen "Beihilfe zu Copyright-Verletzungen" verurteilt und zu einer Geldstrafe von 1,5 Mio. Yen verurteilt. Das Urteil wurde in den japanischen Tageszeitungen heftig diskutiert. Im Oktober 2009 wurde Kaneko in zweiter Instanz freigesprochen.

Nachdem Winnys Entwicklung gestoppt wurde, hat ein anonymer japanischer Entwickler Share entwickelt, um dort weiterzumachen, wo Winny aufgehört hat.

Versionen

Winny2b266 - Die bisher einzige Englische Version von Winny.

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Winny2b71 -
Japanische Version - war lange die einzige Version der neuen Version.
Französische Version - gabs lange als Alternative zur Französischen Version.
Englische Version - gabs lange keine Übersetzung für die neuste Version von Winny
Winny2p728 - Ist eine Version, zu der ein Hacker einige neue Features hinzugefügt hat. Sie wird so gut wie nicht verwendet. Kann aber als einzige Version Unicode und man muss den PC nicht ganz auf "Japanisch umstellen", wenn man die Japanische Version verwenden will.

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Tutorial

Das Tutorial wird anhand der Englischen Version Winny2b266 geschrieben, weil es einfach die Sprache ist, mit dem die meisten was anfangen können. Trotzdem ist eine Verwendung der neusten Version (nicht die von dem Hacker) zu empfehlen, auch wenn die Umstellung des PCs komplett auf Japanisch und halt die Schriftzeichen zu abschreckend sind für die meisten.

1. Man läd sich halt die Version Winny2b66 + Winny2b66_en01_patch und entpackt beides in einen Ordner. Man muss dann nur den Patch laufen lassen und man hat eine Englische Version.

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Anzumerken wäre darüber hinaus, das Virenscanner Winny als Virus erkennen können. Das sollte man aber wirklich ignorieren, wenn man mit dem Programm arbeiten will.

2. Man startet das Programm.

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Hier kann man rechts bei "Options" und "Connection" alles am Anfang in Ruhe einstellen. Port Nummern, Upload Geschwindigkeit. Unten "Maximum virtuel keys to be holded" kann man ruhig erhöhen. Verbrauchen aber auch mehr Prozessorleistung.

3. Man gibt den Cache, Download Ordner und BBS Ordner für Winny an, ähnlich wie bei Share.

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4. Hinzufügen von Nodes. Bei Winny muss man sie noch selbst hinzufügen, wo Share ein Plugin dafür hat und man bei Perfect Dark nahezu nix machen muss. Eine Node Adresse wäre z.B. @6d3a78aa3235d0f280d5685dc2ad55aabc26 Weitere findet man unter Node Listen.

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5. Den PC muss man leider auf Japanisch stellen, um Kanji/Kana auch direkt kopieren zu können. Sachen die in Romaji geschrieben sind, gehen aber einfach. z.B. Naruto, Bleach, One Piece...

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Ergebnisse werden nicht in Kanji angezeigt, sondern etwas "anders", wie man auf den Screen sieht. Wenn man PC auf Japanisch stellt, sollte die Anzeige aber korrekt sein. Sollte es dennoch so sein (erinnere mich nicht mehr so genau), muss man mit der Japanischen Version arbeiten, wenn man eine richtige Anzeige haben will. Episodennummern werden aber normal angezeigt, solang sie in Romaji (unserer Sprache) sind, sodass man gut raten kann, welche Episode es ist.
Wenn die Episodennummern in Kanji geschrieben sind, sieht es so aus....
1 - 一 
2 - 二
3 - 三
4 - 四
5 - 五
6 - 六
7 - 七
8 - 八
9 - 九
10 - 十
Für weitere Zahlen wie z.B. die 14 muss man nur die 10 und die 4 kombinieren 十四. Beispiel für 26 wäre z.B. 二十六. Also 2, 10 und 6. So gehts dann auch immer weiter.
Kanji für den jeweiligen Anime, findet man auf Seiten wie Anisearch, AniDB oder per google.
6. Downloaden

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Wenn man Datei laden will, brauch man nur Rechtsklick machen und auf "Add download condition". Unter "Download" kann man dann beobachten, wie es fertig läd.
Ein Doppelklick sollte aber auch gehen.

Winny in der Gegenwart

Winny wurde von westlichen Nutzern nahezu überrannt. Das Netzwerk ist gespickt mit sog. Fakes (z.B. Pornofilm als Linux-ISO getarnt) sowie mit von Viren und Trojanern verseuchter Dateien. In der Szene heißt es, dass die "Gaijins" (Japanisch für 'Ausländer') das Winny-Netzwerk zerstört hätten. Trotz der Fakes und verseuchter Dateien ist Winny, vor allem in der westlichen Japan-(Fan-)Szene, immer noch beliebt.

Es wird befürchtet, dass Share, dem Nachfolger Winnys, das gleiche Schicksal ereilen wird, falls auch hier die Zahl westlicher Nutzer zunimmt.

Winnys Anonymität

Als damals die beiden Nutzer von Winny verhaftet wurden, hat die Kyotoer Polizei zwar behauptet "Winnys Fähigkeiten zum Anonymisieren analysiert" zu haben, um die Nutzer aufzuspüren, aber niemals die genaue Methode hierzu preisgegeben. Später, als die Details über die genutzten Methoden an Kanekos erstem Tag der Gerichtsverhandlung genannt wurden, sollte sich herausstellen, dass diese Aussage nicht ganz zutreffend war. Es wurde von der Polizei gezielt in Features des Programms nach Nutzern gesucht, in denen Winny keinerlei Anonymität bietet.

Nachdem sie nicht in der Lage waren, Winnys verschlüsselte Kommunikation in dessen File Sharing Feature zu knacken, ging die Kyotoer Polizei zu einer anderen Methode über, nämlich Nutzer über Winnys integriertes Forum aufzuspüren. Im Gegensatz zum Filesharing-Feature bot das Forum nur Anonymität für die Besucher von Nachrichten-Threads an, nicht aber für die Ersteller eines Threads. Nutzer, die einen Thread aufriefen, konnten so leicht die IP-Adresse des Threaderstellers herausfinden.

Die Kyotoer Polizei hatte zuerst nach Threads gesucht, deren Ersteller die Dateinamen des urheberrechtlich geschützten Materials angaben und zeichnete deren IP-Adresse auf. Dann hatten sie ihre Firewall dahingehend konfiguriert, dass nur noch Verbindungen von der IP-Adresse dieser Nutzer erlaubt wurden. Schlussendlich bestätigten sie dann, dass sie in der Tat jene Dateien herunterladen konnten, welche die Threadersteller gepostet hatten, um sie zu verteilen.

Debatte über Winnys Einsatzzweck

Kritiker von Kaneko behaupten, der Haupteinsatzzweck von Winny sei, das Urheberrecht zu verletzen, im Gegensatz zu Freenet, mit dem Winny oft verglichen wird und das angibt, die freie Meinungsäußerung schützen zu wollen. Diese Kritiker behaupten folgleich, dass 2chs Download Software Board, in dem die Software das erste Mal angekündigt wurde, ein Paradies für Urheberrechtsverletzer sei und zitieren aus mehreren Mitteilungen Kanekos, wonach Winny das Ziel verfolge, eine Welt voller Urheberrechtsverletzungen aufzubauen.

In einer Mitteilung auf dem 2ch Download Software Board hat "47" darauf hingewiesen, dass „… beta 8.1 [von Winny] eine Sicherheitslücke hat und keine Anonymität bietet. Tauscht keine illegalen Dateien [damit] aus.“ 2 Kritiker sehen dies als Beweis für Kanekos böswillige Absicht, da "47" Nutzer angewiesen hat, kein urheberrechtlich geschütztes Material mit der Beta 8.1 auszutauschen, weil sie keine Anonymität biete und Urheberrechtsverletzer aufgespürt werden könnten.

Andere wiederum bezeichnen Kanekos Handlungen nicht als Straftat, da er selbst keine Urheberrechtsverletzungen begangen, sondern nur eine Software produziert habe, die für diesen Zweck genutzt werden könne. Außerdem seien die Behauptungen von Kanekos Kritikern nicht beweisbar (manche bezeichnen sie sogar als schlichtweg falsch), da seine notierten Aussagen viel zu vage seien, als dass ihm illegale Absichten nachgewiesen werden könnten. Gemäß der Website „Befreit Kaneko“ soll er davor gewarnt haben, urheberrechtlich geschütztes Material mit Hilfe der Software auszutauschen.

Node-Listen

Referenzen